Ein Haus mit Geschichte


Während die ursprüngliche Bausubstanz des jetzigen “Ensembles Malerwinkel”, also das frühere Café Malerwinkel und die Basis des seit Jahrzehnten verfallenden alten Turnsaals mittelalterlichen Ursprungs ist (so ist im Bereich des Restaurants eine freigelegte romanische Zyklopenmauer zu sehen, die beiden Gewölbekeller sind gotische Bausubstanz), ist das heutige Erscheinungsbild des Malerwinkel mit Erker und Rundbogenfenster vergleichsweise jungen Datums. 
 

Bis in die 1920er Jahre war der "Malerwinkel" ein schmuck- und schnörkelloser Zweckbau und gehörte, ebenso wie der "alte Turnsaal", zum Anwesen des "Platzbräu", der ehemals größten Brauerei von Rattenberg und wurde erst 1922 zum Café-Betrieb mit dem heutigen Erscheinungsbild umgebaut. Das dahinterliegende “Pöltenhaus” wurde 1919 an den Turnverein verkauft und bis in die 60er Jahre als Turnsaal genützt.


Die reich gegliederte Fassade mit ausladendem Eckerker und Marmorreliefs mit Heiligendarstellungen macht dieses Gebäude zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

 

 

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