Historisches zum "Malerwinkel"


Bis zum Jahre 1919 gehörte das Haus mitsamt dem dahinter liegenden Gebäude zum Anwesen des "Platzbräu" – alle drei Häuser liegen in einer Linie vom Stadtplatz bis unter das Geschützrondell bzw. bis neben die zur Pfarrkirche führende "Frauenstiege".
 

Der spätere "Malerwinkel" war das Brau- und Siedehaus, die spätere "Turnhalle" ein weiteres, als "Stiegenhäusl" bzw. "Pöltenhaus" bezeichnetes Wirtschaftsgebäude der ehemals größten Brauerei in Rattenberg. Aufzeichnungen zufolge wurde hier schon 1630 Bier gebraut. Im Jahre 1919 hat der ehemalige Besitzer des "Platzbräu" beide Wirtschaftsgebäude verkauft – sie erhielten in der Folge erstmals eigene Hausnummern.
 

Das vormals schmucklose Brau- und Siedehaus wurde 1923/24 in ein Cafe umgebaut (zunächst noch "Cafe Alt Rattenberg" genannt, später "Cafe Malerwinkel"), das "Pöltenhaus" kam in den Besitz des Turnvereins Rattenberg und blieb bis in die 1960er-Jahre als Turnhalle in Verwendung.
 

Der ursprünglich zwischen dem "Malerwinkel" und der "Turnhalle" bestandene Hofraum zur "Frauenstiege" war jahrzentelang zugemauert und wurde im Zuge der Renovierung wieder geöffnet.


Wesentliche Quellen:
Werner Köfler, Häuserbuch von Rattenberg (1964).
Friedrich Stops, Rattenberg. Chronik der alten Stadt am Inn (1981).

 

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